Bemo Regio Shuttle RS1 – Reparatur Odysse

Seit langem besitze ich ein H0 Modell von Bemo: ein Regio Shuttle RS1 im Design der Waldbahn. Wie einige andere Loks lagert das Modell nicht im Originalkarton, sondern in einer kleinen Schublade, in der eine Anti-Rutsch Matte aus dem Küchenzubehör eingelegt ist. Als das RS1 wieder mal zum Einsatz auf die Anlage sollte, war der Schreck groß: die 2 Haftreifen lösen sich auf und sind nur noch ein klebriger Brei. Der erste Verdacht, dass sich die Haftreifen nicht mit der gunmmiartigen Matte vertragen, lies mich schnell alle Loks kontrollieren. Alle anderen Modelle von Roco, Fleischmann & Co. zeigen keine Zersetzungserscheinungen an den Haftreifen. Ob’s nun an der Bemo Mischung liegt oder die Haftreifen sich nach einiger Zeit einfach auflösen – ich konnte es bis jetzt nicht klären.

Regio Shuttle RS1 der Waldbahn

Zunächst wurde das RS1 am Werktisch zerlegt und die Achse mit den Haftreifen ausgebaut, was einiges an Aufwand bedeutet. Das Antriebsdrehgestell muss dafür komplett in seine Einzelteile zerlegt werden. Die Rillenachse konnte ich mit Alkohol und kleinem Schraubendreher säubern. Jetzt stellte sich mir die Frage, ob es eine Achse ohne Rille gibt. Das RS1 ist immer nur einzeln unterwegs und könnte auch ohne Haftreifen meine Rampe schaffen.

Das Ersatzteilblatt gab Auskunft: eine Antriebsachse ohne Rille gibt es. Da ich auf der Bemo Homepage nichts zu einem Erstzteilservice fand, habe ich einen Händler kontaktiert. Bestellt habe ich eine Antriebsachse ohne Rille und zur Sicherheit einen Satz Haftreifen. Die Rillenachse hatte ich ja noch. Die Haftreifen waren schnell lieferbar, ich wollte zunächst aber den Test ohne machen und habe um eine Sammellieferung gebeten. Die Haftreifen wurden wieder storniert mit dem Hinweis, wenn der Rest da ist, wird ein neuer Auftrag angelegt. Ich habe nie mehr was vom Händler gehört.

So zog der Sommer ins Land. Jetzt im Winter habe ich mich der Sache noch mal angenommen. Auf der Bemo Homepage habe ich einfach die nächstgelegene E-Mail Adresse benutzt, und die Anfrage nach Ersatzteilen gestellt. Mir wurde sofort am ersten Werktag (Montag) geantwortet, mit dem Hinweis, es könnte etwas dauern, da so viele Anfragen sind. Am Freitag waren die 2 Teile bereits im Briefkasten, gegen Rechnung. An der Stelle ein großes Lob an Bemo für Kundenfreundlichkeit.

Jetzt musste ich das Drehgestell wieder zusammenbauen, nach der langen Liegezeit gar nicht so einfach. Der Versuch ohne Haftreifen zu fahren, hat bestens funktioniert. Meine Rampe mit ca. 3,5% Steigung wird anstandslos genommen, die Haftreifen und die alte Rillenachse wandern in die Ersatzteilkiste.
Leider ist beim Zusammenbau an der Elektrik irgendwas unschönes passiert. Ein Strinlicht im Dachbereich brennt nicht mehr. Da muss ich demnächst noch mal ran.

Ein kleines Video zur erfolgreichen Probefahrt :-)

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Faszination Modellbau Friedrichshafen

Am 2.11.2018 war ich mit 2 Modellbahn-Kollegen aus dem Dorf in Friedrichshafen. Wie meistens, hab ich mich vor allem in den 2 Hallen mit Eisenbahn aufgehalten. Anlagen besichtigt, bei den Händlern gestöbert und nach Neuigkeiten Ausschau gehalten.

Zudem hab ich mich mit einem Modellbahner getroffen, den ich über das TC Forum kennengelernt hatte.

Insgesamt ein angenehmer Tag.
Mein Eindruck der ausgestellten Anlagen ist aber, dass die Qualität in den letzten Jahren nachlässt. Vermutlich liegt es auch daran, dass die Messeleitungen immer wieder neue Anlagen zeigen wollen, und die meisten ja schon öfters gezeigt wurden. Jedenfalls hab ich 2  H0 Anlagen schon mal gesehen. Und so schnell baut man auch keine neue.
Eventuell ist auch der eigene Anspruch gestiegen.

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FREMO Treffen in Mammendorf (FFB)

Vom 27. bis 31. Oktober 2018 fand in Mammendorf (bei Fürstenfeldbruck) ein FREMO Regionaltreffen Südbayern statt. Mein Eisenbahnfan aus Brescia hat mich darauf hingewiesen, da eine Abteilung aus Italien mit Modulen teilnehmen würde.

FREMO: hab schon davon gehört, das sind die Leute, die genormte Module mit 1m Länge bauen, um lange, eingleisige Fahrstrecken zu erhalten. Klingt etwas eintönig. Mehr wusste ich bis dato nicht.

Um die italienischen Kollegen wieder mal zu treffen, hab ich mich für den 28.10.2018 bei den Organisatoren angemeldet und bin mit einem Eisenbahnkollegen aus dem Dorf hingefahren.

Folgendes konnte ich über die Normen und damit den Aufbau des Arrangements erfahren:

  • verschiedene Spurgrößen (mich interessierte natürlich hauptsächlich H0)
  • ein- und zweigleisige Strecken
  • mit Oberleitung
  • Flachlandmodule
  • Hangmodule
  • Gebirgsmodule (Alpen)
  • Übergangsmodule für Normwechsel

Das Ergebnis war eine komplett vollgestellte Turnhalle mit vielen Bahnhöfen und Strecken, die alle miteinander verbunden waren.
FREMO macht Betrieb nach Vorbild. Züge fahren nach Fahrplan und bei Güterwagen mit Frachtzetteln von einem Start-Bahnhof zu einem Ziel. Die Bahnhöfe bedienen die Fahrdienstleiter, die Züge fahren Lokführer, die mit den FREDs (Handregler) den Zug begleiten und die Signale sowie den Fahrplan und Fahrauftrag beachten müssen.

Auch die gestalterische Qualität mancher Module hat mich beeindruckt. Auch die Tatsache, dass nur die Stirnseite bzw. der Modulübergang genormt ist, war mir nicht so bewusst. Da gibt es dann mal ganz schmale, aber auch sehr breite Module, die dann schon einiges aufnehmen können. Ebenso ist die Länge Variabel. Ein großer Bahnhof hat dann an den beiden Enden die passenden Norm, dazwischen ist alles möglich.

Es war eine sehr interessante Erfahrung, die durchaus auch Lust auf „mal mitmachen“ aufkommen lässt. Der vorbildnahe Betrieb hat jedenfalls auch seinen Charme. Zudem sind ja im Großen und Ganzen nur die FREMO-Mitglieder in der Halle. Große Besuchermassen wie bei Modellbahnausstellungen sind nicht vorhanden, was den Tag um so erfolgreicher machte, da man überall hin konnte und mit den Leuten gut ins Gespräch kam.
Aber, da ich sowieso unter Zeitmangel leide, ist der Wunsch, die Baustellen im eigenen MoBa Keller voranzutreiben, doch erst mal größer.

Panorama Bild der Turnhalle – die vordere Kante muss man sich als Gerade denken

FREMO Treffen Herbst 2018
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Holzaktion 2018

Am Samstag 6.9. ging es dieses Jahr zum Holz holen.
Unser Sohn hatte Zeit und konnte helfen. Vom Nachbarn konnte ich den großen Hänger ausleihen. Unser Lieferant hat selbst einen kleinen Hänger (750 kg) neu angeschafft und schon beladen.
Wir konnten also direkt anhängen und dann noch 2x mit dem großen fahren. Jedenfalls wesentlich entspannter als letztes Jahr.
Es gab 3 Ster Hartholz und 2 Ster Fichte (€75.- / €60.-)

Sonst möchte ich hier noch anmerken: keine Zeit für den Blog gefunden, keine Zeit für das Hobby Modellbahn.
Wir waren diesen Sommer 3x im Urlaub (ein Novum) und sofern ich hier wieder etwas „Luft“ habe, schreibe ich noch was dazu.

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Intermodellbau Dortmund 2018

Die Intermodellbau Dortmund ist laut Aussage des Veranstalters die weltgrößte Messe für Modellbau (19. bis 22. April 2018).
Mein Zielgebiet war natürlich alles um die Modelleisenbahn. Ich bin mit einem MoBa-Kollegen das erste Mal nach Dortmund gefahren. Wir konnten bei Sinzig am Rhein 2x bei Bekannten übernachten, was die ganze An- und Abfahrt relativ entspannte. Immerhin kamen ca. 1.300 km auf den Tacho.
Ansonsten ähnelt das Ganze sehr der Modellbau Friedrichshafen. Dort kommt (bei gutem Wetter) immer noch die fantastische Flugshow im Freien dazu.
Die Hallen in Dortmund sind im Verhältnis wesentlich größer, von den Herstellern ist praktisch alles da. Ebenso tummeln sich viele Händler in den Hallen.
Insgesamt ein sehr positiver Eindruck mit vielen neuen Infos und Ideen.
Etwas vermisst habe ich Anlagen mit größerer Grundfläche. Ich habe aber den Eindruck, dass diese Art auf allen besuchten Messen in den letzten Jahren rückläufig ist. Modulanlagen, Dioramen und „Schaufenster“ in teilweise überragender Qualität waren gut vertreten.

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Neuzugang im Fuhrpark – Piko G1206

Die im Original von MaK gebaute G1206 ist wohl bei vielen Eisenbahngesellschaften im Einsatz. Piko bietet die Lok aus der Expert Serie in vielen Farbvarianten an.
Ein günstiges Angebot lies mich zuschlagen. Es ist ein schön gestaltetes Modell, anständig detailliert, mit LED Beleuchtung und einer Schnittstelle (NEM652) für Decoder ausgestattet.
Aber die Fahreigenschaften: grauenvoll!
Mir stand ein ESU Lokpilot Standard zur Verfügung. Bis jetzt hab ich die meisten ESU Decoder eingebaut, Adresse und Höchstgeschwindigkeit angepasst und die Lok in Betrieb genommen.
Hier lief das gar nicht so. Die Getriebeübersetzung ist wohl so, dass die Lok jeden ICE abhängt. Ein langsames Fahren ist erst mal nicht möglich. Also die PID-Parameter des Decoders angepasst, mit mäßigem Erfolg. Die Höchstgeschwindigkeit kann natürlich gedrosselt werden, aber im untersten Langsamfahrbereich kam nur ein extremes Ruckeln zustande.
Ich habe mir nun noch einen ESU Lokpilot V4.0 DCC besorgt, der zusätzliche PID-Parameter für die untersten Fahrstufen bietet.
Aber auch da habe ich nach ca. 1,5h Decoderprogrammierung aufgegeben.
Mal sehen, was mir noch zu dem Problem einfällt.
Im Moment muss ich sagen: Piko Lok außen hui, Antrieb pfui.

Piko G1206

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TrainController V9 – Zugfahrt mit Sound

In den letzten Wochen habe ich einiges an meiner TrainController Anlagendatei optimiert und verändert. Ausschlaggebend dafür war das Erscheinen der Version 9 im Herbst. Meine Anlage selbst bietet immer noch nicht die gewünschten Fahrmöglichkeiten, weshalb ich eine große Automatisierung noch nicht verwirklicht habe.
In den Fuhrpark haben sich aber in den letzten Jahren einige Soundloks eingeschlichen. An und für sich halte ich von den kleinen quietschigen Lautsprechern nicht viel. Bei Dampfloks fehlt einfach das notwendige „wumm“ dahinter, Elloks machen meist nur Lüftergeräusche, einzig der Dieselsound kommt einigermaßen rüber. Aber auch hier finde ich: 1 Lok zum Vorführen, ganz toll. Sind aber 2 oder gar mehr Loks auf der Anlage im kleinen Raum unterwegs, wird das Gekreische schnell zur nervlichen Belastung.
Trotzdem haben die meisten dieser Loks eine Besonderheit: beim Anlegen der ersten Fahrstufe von Seiten der Digitalzentrale verharren sie einige Sekunden im Stillstand, um einige Startgeräusche zu produzieren. Erst dann gibt der Decoder Spannung an den Motor. Für den menschlichen Bediener kein Problem, erst Fahrstufe 1 einstellen, warten bis sich die Lok bewegt, jetzt nach Wunsch beschleunigen.
Kollege Computer weiß aber von dem Zustand nichts. Nun scheint es auf den ersten Blick einfach, der Steuerungssoftware beizubringen, pro Lok eine gewisse Zeit „zu warten“. Ich wollte aber noch mehr, nämlich Lichter einschalten und so Dinge wie Abfahrtspfiff ausführen.
Nach etwas tüfteln habe ich für TrainController eine ganz brauchbare Lösung gefunden, die im TC-Wiki veröffentlicht wurde.
http://www.tc-wiki.de/index.php/Soundaktionen_bei_Zugfahrten
Den Ablauf habe ich auch noch in einem Video festgehalten, das meines Erachtens ganz gut geworden ist 🙂

Die Optik der Projektdatei wurde auch noch leicht angepasst. Ob das so bleibt, werde ich erst noch sehen müssen.

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