TrainController Version 10


Bereits seit einigen Wochen ist die Version 10 der Modellbahn Steuerungssoftware verfügbar.
Ich habe zwar ein paar wenige neue Funktionen in meine Projektdatei eingepflegt, es gibt aber noch jede Menge geplante Änderungen.
Im Herbst ist einfach zu wenig Zeit für das Hobby.

Wie immer gibt es eine Änderungsbeschreibung, die neue Funktionen zusammenfasst und auflistet, die zwischen version 9 uns 10 dazu gekommen sind. Ich schreibe hier meine persönlichen Higlights nieder. Das sind hauptsächlich Dinge, die ich auf meiner kleinen Anlage gebrauchen kann und deshalb auch umsetzen werde. Aber auch Dinge, die ich einfach mal interessant finde.

OLC Key
Die größte logistische Veränderung ist wohl, dass die Lizenz jetzt per Internet Lizenzserver geprüft wird und nicht mehr auf einem USB-Stick liegt. Dafür gibt es von Seiten des Herstellers mehrere Gründe, zwei stechen heraus:
– viel Ärger und Aufwand mit defekten Sticks
– schlechte Liefersituation von neuen Sticks
Im Prinzip erst mal nichts ungewöhnliches, viele Programme erfordern das. Das Besondere hier ist aber, dass TrainController beim Start am PC den Lizenzserver erreichen muss, ansonsten fällt das Programm in den Demo Mode, womit ein Betrieb der Anlage nur für 15 Minuten möglich ist.
Das Verhalten entspricht dem früheren Besitz des Lizenzstickes. Mit Stick, Vollversion, ohne Stick, Demo Version. Praktisch, um offline auch an einem anderen PC Projekte zu pflegen.
Nicht schön für z.B. Austellungsanlagen oder sonstige Räume ohne Internet Anbindung.
Persönlich mag ich Anwendungen, die ständig Internet erfordern, nicht.

Betriebsstellen
Unter dem Begriff Betriebsstelle wurden viele neue „Automatiken“ zusammengefasst. Dabei gibt es sogenannte passive BS (Betriebsstellen), wie die eingleisige Strecke, und aktive, wie den SBH (Schattenbahnhof).
In V9 konnte ein SBH natürlich auch gesteuert werden, und es geht auch identisch in V10 ohne BS. Die BS bietet vor allem für Leute, die nicht so tief in die Anpassungsarbeiten des TrainControllers einsteigen, eine sehr einfache Möglichkeit, komplexe Abläufe einzurichten.
Ich werde meinen SBH um konfigurieren und die Vorteeile dieser BS nutzen.

Komplett überarbeitet bzw. ganz ersetzt wurde das aus V9 bekannte Aufreihen (mehrere Loks oder Züge in einem Block abstellen). Das erledigt jetzt die BS Abstellbereich, wesentlich komfortabler und umfangreicher.

Prozessorauslastung, besser auf CPU Kerne verteilt
Ich hatte bei meinem eher kleinen Projekt noch keine Probleme mit der PC-Auslastung, aber schön, dass die „Mehrkerner“ jetzt besser ausgenutzt werden.

Zugbeschreibung
Wert Null (0) für Geschwindigkeit, Gewicht + Länge können jetzt abgefragt werden. Vor allem Geschwindigkeit 0 kann benutzt werden, um einen stehenden Zug zu erkennen.

Startverzögerung pro Fahrzeug (mit Variablen) + Anfahrverhalten
Damit können vor allem für Loks mit vielen Zusatzfunktionen, wie Sound-Loks, individuelle Einstellungen pro Fahrzeug getroffen werden.

eigene Lokoperationen für:
losfahren, anhalten, Richtung ändern, auf Kriechgeschwindigkeit abbremsen, Beginn Startverzögerung
Auch damit können Lokfunktionennoch noch feingliedriger benutzt werden.

Simulator
(offline) Melder ein- und ausschalten mit Mausklick bei gedrückter „Alt“-Taste

ZF-Regel Mindestbeschleunigungszeit
Das Arbeiten mit Gewichten in den Fahrzeugeigenschaften hatte vorher den unschönen Aspekt, dass ein schwerer Zug zwar dem Gewicht und der Leistung der Lok entsprechend langsamer beschleunigte, dieselbe Lok aber ohne Zug wie eine Rakete abging. In der ZF-Regel (Zugfahrt-Regel) kann jetzt ein „Deckel“ drauf gelegt werden, damit solo Loks normal aus dem Bahnhof fahren.

Einrichtungsbetrieb im Block
Ist jetzt pro ZF, Autotrain + Spontanfahrt einstellbar und nicht nur fest im Block

Name von Objekten
Können jetzt in Variablen gespeichert und angezeigt werden.

Formeln
sind jetzt in den meisten Eingabefeldern verwendbar

Objektvariablen
Können auf “Nullobjekte” abgefragt werden

Inspektor + Bremsausgleich-Werte
In V9 ist das adaptive Bremsen eingeführt worden. Es sorgt dafür, dass Loks noch genauer mit verschobenen Brems- und Haltmarkierungen funktionieren. Die Lok muss dazu in V9 (oder V10) neu eingemessen werden. Der Bremsausgleich wird dann für beide Fahrtrichtungen ermittelt, und zwar bei einer vermiderten Geschwindigkeit, die im Idealfalle die Einfahrtsgeschwindigkeit in (allen) Blöcken ist.
Was man in V9 für eine Geschwindigkeit benutzt hatte, war nirgendwo ersichtlich.

Block Wizard
Nicht für eine bestehende Anlage, aber für Testanlagen mit Simulator oder bei Anlagenerweiterung eine große Hilfe.

Systemereignisse
Auch hier gab es einige Erweiterungen.

+Cargo
+Cargo ist ein Zusatzmodul, das extra gekauft werden muss. Ich dachte beim ersten drüberschauen, was soll das? Wird TrainController jetzt eine Eisenbahn-Wirtschafts-Simulation. Da gibt es jedenfalls bessere und umfangreichere Programme, die mehr das Spielen am PC erfordern.
Hat man aber eine Anlage mit Gleisanschlüssen und vielen Rangier- und Fahrmöglichkeiten, ist +Cargo eine interessante Erweiterung. Sie ermöglicht es, dem Bediener (Lokführer) konkrete Transportaufgaben zu vergeben, für die er bestimmte Ladegleise mit den passenden Wagen anfahren muss. Z.B. fahren die Fremo Freunde mit Wagenkarten und konkreten Transportaufgaben.

Mein Fazit
Es wurden viele große und kleine Änderungen und Verbesserungen in die V10 gebracht, auch einige Wünsche aus früheren Versionen sind berücksichtigt. Bei entsprechender Melderbestückung in den Blöcken lassen sich viele komplizierte Vorgänge mit ein par Klicks einrichten, wie z.B. ein Lokwechsel oder ein Schubbetrieb.

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