Selbstbau-Beflockungsgerät contra Grasmaster


Wie angekündigt, habe ich mir einen original Grasmaster von Noch ausgeliehen (das Modell I – nicht die aktuell im Noch Programm befindliche Verion II).
Hab ich vor ein paar Wochen zu meinem „Küchensieb“ von ernüchternder Erkentniss gesprochen, bin ich jetzt fast sprachlos. 😯
Zunächst habe ich mal den im Internet kursierenden Begriff „Noch Taschenlampe“ verstanden. Der Griff des Grasmaster I ist tatsächlich einer Taschenlampe entliehen, aber wirklich der billigsten, die es am Markt gibt. Das Alu ist so dünn, dass man beim Aufschrauben des rückwärtigen Deckels das Gefühl hat, dass sich alles gleich verbiegt. Die 9V Block-Batterie liegt mit wenig Schaumstoff gesichert einfach so im Alu Gehäuse. Man soll laut Anleitung ja schütteln – da wackelt einiges mit.
Jetzt zur Funktion: meine Versuchsausstattung hat sich nicht geändert. Noch Graskleber, Noch grasmastergeeignete Fasern 6mm, ein Brett mit einem Bahndamm und der entsprechenden Böschung. Die Bretter sind aus Holz, darunter etwas Alu-Fliegengitter und ein Moltofill Auftrag sowie braune Farbe.
Wie ich schon schrieb, es sind meine ersten Gehversuche mit statisch aufgeladenen Fasern. Vielleicht mache ich noch was falsch, denn die Erwartung, dass die Fasern aus dem Gerät in den satt aufgetragenen Leim sofort senkrecht einstechen und stehen bleiben, hat sich auch mit dem Grasmaster in keinster Weise erfüllt. Je dichter das Graskleid wird, desto mehr sind stehende Fasern zu beobachten, am Ende gibt es ein schönes plauschiges Wiesengebilde, das sich gegenüber standard Streumethoden durchaus sehen lassen kann, aber nicht ganz meinen Erwartungen entspricht.
Eine Erkenntnis habe ich gewonnen: je näher man das Gerät an die Leimoberfläche bringt, desto besser das Ergebnis. Ein Nachgang mit der „Fliegenklatsche“ hat gezeigt, dass diese damit das genau identische Aussehen der Wiese erreicht.
Fazit:
Meine Eigenkonstruktion liefert das selbe Ergebnis wie das 100 € Teil von Noch. Mein Gerät wirkt wesentlich stabiler. Wenn ich mit einem Holzstab in den Sieb klopfe, ist das genausogut zu bedienen. Der einzige Vorteil des Grasmasters ist der geschlossnene Behälter für das Streugut und das Plastikmaterial. Ich hab meinen Sieb noch nicht angelangt, solange der „go“ Taster gedrückt ist 😛
Ich revidiere damit meine frühere Aussage: mit dem ca. 7 bis 8 € teuren Selbstbau kann ich in etwa die selben Ergebnisse erziehlen wie mit dem Grasmaster I.
Das erste Bild ist das Grasmaster Ergebnis (wenn man das Bild anklickt, kommt es in voller Größe)

Grasmaster I

Grasmaster I

Hier die Fliegenklatschen-Wiese (in dem Falle nicht ganz so dicht beflockt, ich hätte aber länger drauf bleiben können).

Küchensieb + Fliegenklatsche

Küchensieb + Fliegenklatsche

Die letzten optischen Neuigkeiten zu diesem Thema vom März 2017:
https://kirchers.wordpress.com/2017/03/19/waterdrops-und-teesieb-am-laerchensee-im-einsatz/

 

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2 Gedanken zu „Selbstbau-Beflockungsgerät contra Grasmaster

  1. Pingback: Fortgang | Helmuts Modellbahnblog

  2. Hallo,

    damit wird dein Eigenbau ja wirklich wieder konkurrenzfähig, weshalb eine etwas detailliertere Baubeschreibung sinnvoll und hilfreich wäre. Kannst du das eventuelle – ggfls. auch bebildert – noch nachholen?

    LG

    Helmut

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